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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 11. August 1924</title><title type="alternative" when-iso="1924-08-11"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp137"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Celerina, 11.8.1924.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>(nach Selisberg)
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Mein sehr Liebes; 9 Uhr morgens, – die Sonne glänzt in mein Zimmer herein;
      <lb n="04"/>- und mein Blick geht über Wiese und Wald zum PitsLanguardgletscher
      <lb n="05"/>hin. Luft und Landschaft beglückend; mein Befinden ist heute besser
      <lb n="06"/>als gestern – nervöser Schlaf, allzuviel Träume, Zähnepressen und dabei
      <lb n="07"/>offenbar nicht unerhebliche Zahnschmerzen, die heute abgeklungen sind.
      <lb n="08"/>(Leider habe ich meine zwei Zahnkappen nicht eingepackt, es war kein
      <lb n="09"/>Platz im Hängekoffer). -Vorgestern eh ich mich auf die Wanderschaft be¬
      <lb n="10"/>gab, schrieb ich Dir zuletzt. Es war ein köstlicher Spaziergang, 3½ Stun¬
      <lb n="11"/>den nach Sils Maria. Wie ich in die Hauptstrasse einbiege, Dora Michaelis;
      <lb n="12"/>gleich darauf begegne ich Frau (Siegfried) Strakosch, – die in »Edelweiss«
      <lb n="13"/>wohnen; – mit Dr.M., »Barbleu«; Dora mit den drei Sohnen. Bank in
      <lb n="14"/>der Sonne, köstliche Muskateller Trauber. Bald erscheint Heini mit einem
      <lb n="15"/>photographischen Apparat – Geburtstagsgeschenk. Hin und her.–Der unwahr¬
      <lb n="16"/>scheinlich blaue Silversee, in der Ferne nebelnd das Hotel von Maloja.
      <lb n="17"/>Allerlei Begrüssungen (z.B. die vorjährigen Hammerschläge). -Mittag-
      <lb n="18"/>essen in Barbleu mit »Asti spumante«! Die Obdachlosigkeit nach Tisch
      <lb n="19"/>tat mir nicht gut; Dusel in der Halle: – dann in die Sonne.–Frau Dern¬
      <lb n="20"/>burg erscheint, die Dame, bei der Heini in Berlin wohnen wird (nicht des¬
      <lb n="21"/>halb ist sie nach Sils Maria gereist); es wird allerlei besprochen. Um
      <lb n="22"/>½6 im Postauto mit Heini nach St. Moritz; von dort zu Fuss nach Celerina;
      <lb n="23"/>- Heini weiter nach Zuoz.–Ich nehme die Traumnovelle vor; und wie im¬
      <lb n="24"/>mer gehe ich erst in den Speisesaal, wenn alle andern fort sind,– setze
      <lb n="25"/>mich dann noch in das Schreibzimmer, wo ich ungestört lese.
      <lb n="26" type="paragraph-begin"/>Am gestrigen Vormittag Spaziergang St. Moritz; mässige Manikür (mit Joczi
      <lb n="27"/>nicht in einem Atem zu nennen). -Zurück; – »Weiher« vorgenommen. Nach 12
      <lb n="28"/>kommen Michaelis an, auf der Durchreise nachhause: – sie speisen bei mir;
      <lb n="29"/>zum Kaffee kommen die Kinder mit O. aus Zuoz.–M.'s reisen ab; ein auf
      <lb n="30"/>Lili bezügliches Erziehungsgespräch ( – Ersatz für Wucki; -Ausbildung
      <lb n="31"/>in Sprachen; – Staatsprüfung für Sprache – etc.), wird fortgesetzt. Um
      <lb n="32"/>6 Uhr Abreise der Zuozer. Ich promenieren Samaden und zurück; – befinde</p></div></body></text></TEI>