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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 8. Dezember 1927</title><title type="alternative" when-iso="1927-12-08"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp512"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Wien, 8.12.1927.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>An A.S. nach Berlin.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Liebster,
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>das heutige Morgengespräch (vor einer Stunde) war recht
      <lb n="05"/>gestört und als man sich endlich wieder hörte hattest Du offenbar
      <lb n="06"/>die Geduld verloren und ich habe ein nicht ganz angenehmes Gefühl
      <lb n="07"/>zurückbehalten. Gut, dass eben Dein lieber Brief vom 6. eintraf. Ich
      <lb n="08"/>entnehme, dass Du jedesfalls in guter Stimmung und Verfassung und
      <lb n="09"/>mit Deinem Berliner Aufenthalt sehr zufrieden bist. Hoffentlich
      <lb n="10"/>bringst Du doch ein oder zwei Filmusachen zum Abschluss. Hättest Du
      <lb n="11"/>dem Fett-Fleck nicht etwas entgegenkommen sollen? Dagegen finde ich,
      <lb n="12"/>dass Du gegen Verlag F. zu sachsichtig bist. Da solltest Du einmal
      <lb n="13"/>gründlich Deine Meinung sagen und eventuell Konsequenzen ziehen.-
      <lb n="14"/>Ich hab so viel zu erzählen, dass ich erst gar nicht anfange. Der
      <lb n="15"/>gestrige Abend (Penklub) trotz der grossen Liebenswürdigkeit Aller
      <lb n="16"/>mir nicht sympathisch. Ich fühle mich diesen Menschen innerlich <hi rend="underline" n="">gar</hi>
      <lb n="17"/><hi rend="underline" n="">nicht</hi> zugehörig. Bei Tisch (an kleinen Tischen) mit Baron Winter¬
      <lb n="18"/>stein. Ganz animiertes Gespräch. Am selben Tisch Gisela B., Gretl Königs¬
      <lb n="19"/>warter und ein Dr. Rosner oder so ähnlich. Kurze gute Tischrede von
      <lb n="20"/>Salten, endlose französische Antwort von Fischmann. Das beste Franzö¬
      <lb n="21"/>sisch leidet bei Zungenanstossen und fettigem Judentum. Längere fran¬
      <lb n="22"/>zösische recht nichtige Rede von Claude Anet. Ein französisches Ge¬
      <lb n="23"/>dicht von Marcel Dunan, vorgetragen von Aslan, der schöner französisch
      <lb n="24"/>spricht als Anet. Ob das Gedicht gut war weiss ich nicht, man war vom
      <lb n="25"/>Klang berauscht. Du kamst i<supplied>n</supplied> dem Gedicht vor, das eine Lobpreisung
      <lb n="26"/>Wiens war. Man sah <hi rend="underline" n="">mich</hi> an, ich wurde rot. Alles übrige lass ich für
      <lb n="27"/>unser Wiedersehen am Samstag. Felix S., der auch sehr herzlich zu mir
      <lb n="28"/>war, will Dich und mich nächste Woche zu sich bitten. Im Volkstheater
      <lb n="29"/>keinen ungünstigen Eindruck in meiner Stückangelegenheit. Man hat es
      <lb n="30"/>mir nicht zurückgegeben. Angeblich hat es jemand in Händen (Amtsgeheim¬
      <lb n="31"/>nis), der sich dafür interessiert. Ich danke Dir sehr, dass Du mit</p></div></body></text></TEI>