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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 7.–14. September 1930</title><title type="alternative" when-iso="1930-09-07"/><title type="alternative" when-iso="1930-09-08"/><title type="alternative" when-iso="1930-09-09"/><title type="alternative" when-iso="1930-09-13"/><title type="alternative" when-iso="1930-09-14"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp832"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>sagte O. und ich hatte Recht. Angeblich belangloses Gespräch über Heini,
      <lb n="02"/>der für seine letzte Rolle von »Legal« sehr belobt wurde.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Nachdem sie A. den ganzen Sommer, wie er mir sagte, zwei Ansichtskarten
      <lb n="04"/>schrieb, schreibt sie ihm hieher einen langen Brief und ruft an; aus¬
      <lb n="05"/>schliesslich, um sich bemerkbar zu machen und wahrscheinlich um mich
      <lb n="06"/>zu ärgern. Aber sie irrt – ich ärgere mich nicht mehr. Ich sagte A.:
      <lb n="07"/>»In dieser Richtung ist etwas völlig tot in mir«. Er antwortete: »Das
      <lb n="08"/>hätte es schon längst sein müssen.«
      <lb n="09" type="paragraph-begin"/>Abend Kino, unbeträchtlich, aber spannend, A. viel wärmer und sehr lieb
      <lb n="10"/>zu mir.
      <lb n="11" type="paragraph-begin"/>8.9. A. kam heute vor 8 Uhr Früh zu mir – Liebe? Was soll man noch
      <lb n="12"/>glauben – Später packte ich ihm seinen Koffer. Gute warme Stimmung
      <lb n="13"/>zwischen uns. Wetter leider elend. Ein Guss nach dem andern.
      <lb n="14" type="paragraph-begin"/>9.9. Auf der Heimreise A. plötzlich düster, melancholisch, kühl. Ich
      <lb n="15"/>heiter, zeige keinerlei Verstimmung. Ein Herr F. (Onkel von Denise Heller Freundin der Cl.) im Zug, den A.S. und auch
      <lb n="16"/>ich kennen. Furchtbar redselig. A. sagte nicht ein freundliches Wort.
      <lb n="17"/>Ich habe ihm seinen Koffer, seine Handtasche gepackt, es ist, als ob er
      <lb n="18"/>sich ärgerte, dass er mich braucht. Erst als wir schon in Wien im Wagen
      <lb n="19"/>sitzen sagt er: »Ich danke dir, dass du mich nach Marienbad begleitet
      <lb n="20"/>hast. Es war recht schön.« Ich darauf: »Ich danke dir, dass du mich mit¬
      <lb n="21"/>genommen hast. Hoffentlich haben wir einen guten Winter.«
      <lb n="22" type="paragraph-begin"/>Telefongespräch Magdi-Cary.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>13.9. Gestern Abend Kino (Zweierlei Moral mit Greta Garbo), wundervoll.
      <lb n="24"/>A. starrt wieder vor sich hin und an mir vorbei.
      <lb n="25" type="paragraph-begin"/>Heute Vormittag Schneiderin ein Herbstkleid bestellt. Otto zu Tisch,
      <lb n="26"/>wie immer lieb und gut und erfrischend. Abschriften Corday durchgese¬
      <lb n="27"/>hen. Ich <hi rend="underline" n="">glaube</hi> an dieses Stück.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>14. Cary-Magdi zu Tisch, lieb wie immer. Fühlte mich physisch nicht
      <lb n="29"/>sehr wohl. Abend mit A. im Kino (Annemarie mit der Dorsch). </p></div></body></text></TEI>