Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 16. April 1880, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1880-04-16.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-DD42-2.
16/4 Freitag Abend.― … Es ist peinlich, wenn man nicht weiss, was man will ― Aber weiß ichs wirklich nicht? Ach jetzt Feder & Papier wegwerfen, dem Leben in die Arme stürzen, dem Genuss, dir Mädchen, an deinem Busen lachen, weinen, küssen, seufzen, toll, glücklich sein ― fühlen, daß doch ein Sinn im Leben ist ― der Sinn heißt Glück.
(Früher) Sei glücklich, predigt in banger und doch versöhnender Weise die laue Nacht ― sei glücklich ― leb aus dem vollen; denn einmal lebst du nur ― und kümmre dich um die Welt nicht.