Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 20. März 1881, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1881-03-20.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-DDFB-2.
20/3 Sonntag Nm.― Auf der gestrigen Soiree bei Kammersänger Walter befand sich auch Fanny M. ―
„Sie huldigen zu vielem auf einmal“ sagte sie mir ― „der Wissenschaft, den Künsten, dem Wein und den schönen Frauen ― und haben doch von nichts einen wahren Genuss ― Es muss ein Engel erscheinen, der Sie befreit ―“
„Muss dieser Engel ein weibliches Wesen sein?“
„Gewiss“ erwiderte sie mit dem Ausdruck naivster Ueberzeugung.
― Fany soll sehr blass sein.―
― Ich unterhielt mich sehr wohl bei W.s. Es waren unter anderm dort: Fürst Hohenlohe, Minister Hofmann, Direktor Jahn, Hans Richter, Brahms, Goldmark, Door, Labatt und Frau, die Ehnn, Mme. Marchesi, Max Kalbeck, Rosa Papier, Rokitansky, Rückauf, Fr. Gomperz-Bettelheim etc.