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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 16. Mai 1883, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1883-05-16.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-DE96-2.

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Chronik

Mittwoch, 16. 5. 1883

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Mittwoch, 16. Mai 1883

16/5 Fast sechs Wochen lang oder länger blieben diese Blätter leer… Und nun sitz, ich hier im Arkadencafé und träume über das, was sich zugetragen in der letzten Zeit.― Halb vergessen lugt mich ein reizendes Mädchenbild an … Therese D. Kein Zweifel, ich war in sie verliebt. Ein merkwürdiger Zufall … daß ich sie einmal allein traf… das übrige ist allerdings leichter zu verstehn … Ein Fiaker ― eine Fahrt in den Prater ― dann ein reizendes kleines Zimmerchen … und Liebe! … Wie sie mir dann, als wir auf dem Bette saßen, um den Hals fiel … anfing zu weinen ― mir schwor, daß sie mich unendlich liebe…

― Noch einmal waren wir zusammen ― es war ein schwüler Vormittag … ein reizendes Mädchen, in der That ― Tag’s drauf fuhr sie in ihre Heimat; der Abschied war rührend. Nun ist sie beinahe einen Monat schon weg ― ―

N’en parlons plus!

Die Frühjahrsrennen brachten mich finanziell ziemlich herunter.

― Manchmal wurde fesch gelebt: So erst Pfingstsonntag (vor 3 Tagen) Julius, ich, Rich. T., Max.― Praterfahrt, Champagnersouper im Stephanskeller ―

Juliette.

Das Studium wieder sehr vernachlässigt.

Gestern mein 21. Geburtstag.― Geld, Cigarren.―