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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 12. April 1891, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1891-04-12.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E3CF-C.

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Sonntag, 12. 4. 1891

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Sonntag, 12. April 1891

12. 4. Sonntag. Außerordentliches Philh. IX. Symph.

Abds. im Cf. Commercial auf Mz. gewartet; ihr Bruder kam; sie war mit ihm um 10 von Haus hergerannt, was eigentlich sehr hübsch war.― Ich aber verstimmt. Denn dieser Bruder ist ein Stück des Milieu’s, das ihren Fall verschuldet, und daß sie spät Abds. mit ihrem Bruder daherlaufen kann, mich abholen, geht ganz aus denselben Umständen hervor, wie das ganze von früher.― Ich habe übrigens eine ausgesprochene Hypersensibilität für alles flitscherlhafte, bin drauf dressirt wie ein Windhund. Eine Bewegung, ein Blick kann mir weh thun. Dabei sekkir ich sie unerhört, und wenn ich mich aufs Gewissen frage, recht grundlos. Allerdings, wie wir dann ins Kfh. gingen, the brother, sie und ich „etwas an solchen Dingen genirt mich doch immer“, wie’s im Mährchen heißt.

Unglaublich wenig interessirten sich meine Leute für die gestrige Aufführung.― Mir dürft es ja Wurst sein, aber ihnen nicht.―