Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 28. Jänner 1893, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1893-01-28.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E657-0.
28/1 Anonyme Postkarte aus St. G., offenbar Mz.’s Untreue andeuten sollend.― Liess mich, in jedem Sinne, kalt.―
Schrieb, nach 1½ Jahren „Verwandlungen“ weiter.― „Freiwild“ drängt sich auf, wohl durch die Karte,― ev. shakesp. zu behandeln.―
Abds. bei Fifi.― Ich bin recht gern bei ihr, aber ich gehe auch recht gern weg und freue mich auf den Kaffee und die Zeitung und daß ich ihre Küsse los bin.― In Wirklichkeit möcht ich schon eine andre haben, und am liebsten die ferne Mz. ― wie fern, wie fern, wie fern!― Fifi sucht es mir so behaglich als möglich zu machen;― sie ist hausmütterlich beim Nachtmahl, und feurig im Bett.― Zu hausmütterlich und zu feurig ― denn ich liebe sie nicht.―