Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 30. Mai 1893, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1893-05-30.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E6D0-6.
30/5 Von Mz. drei Zettel, die sie alle persönlich ins Kastl steckte.― Sah sie auch vor dem Fenster.― Der Brief schön;― echte Reue.― Vergeblich; mich ekelt!―
Abds. bei Fifi; in ihrem Cabinet, mit dem Fenster auf die Höfe und Dächer. Es war schön, ganz nett zum mindesten, wenn ich nicht die Empfindung meiner 31 Jahre hätte!― ― Bin ich für diese Liebeleien nicht zu alt?― Ich komm mir bald wie 20 vor, bald wie 40 ― weil ich nun erlebt habe, wie nah es von 20 zu 30 ist!
Mit der Hausner ½ Std. spazieren. Machte ihrer Künstlerschaft und ihrem Verstand die Cour ― nicht ganz von Herzen!―