Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 8. Juli 1893, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1893-07-08.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E6F7-B.
8/7 Von Mz. ein qualendurchzuckter Brief.― In mir Mitleid und Ekel.― Gestern Gusti Brief (von Hause kämen entsetzliche Briefe) ― Ich antwortete nicht; entwerfe aber innerlich immerfort kurze vernichtende Briefe an Mz., die enden: „Ich will nicht länger an die Schmach erinnert werden, dein Geliebter gewesen zu sein.“
― Dann Abendgespräch mit Fritz und Adele, die sich fürchtet, wieder schwanger zu sein und verzweifelt ist und mir die Symptome mittheilt und der ich sage: „Und von dem Kind werdet Ihr dann geliebt sein wollen.“―