Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 10. September 1894, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1894-09-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E8A3-7.
10/9 Mit Schwägerin nach Baden.― Abds. bei Dilly. Manchmal ist sie ganz Cocotte. Z. B. heut. Sie fing mit den „Nerven“ an. „,So’bin ich geflogen.“ Dann macht sie dirnenhafte Bemerkungen über meine Schwägerin, die sie nicht kennt. Dann ist sie tief gekränkt, weil ich sage: Es gibt wohl noch Dinge, über die nicht jede beliebige gemeine Person reden darf.― Dann sieht sie ein, dass sie gemein war. Dann windet sie sich affectirt-hysterisch, während ich Klavier spiele.― Und bevor ich weggeh, enervirt sie mich mit ihren wüthenden Gewohnheitsküssen.