Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 10. Oktober 1894, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1894-10-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-E8C0-6.
10/10 Vorm. Adolf, aus Wels, dem Gefängnis zurück, wo er eigentlich ganz flott gelebt zu haben scheint. Erzählung von Chorinsky dem Praesidenten, der visitiren kommt und bei ihm „Fortschritt und Armuth“ sowie Schopenhauer fand. „Sie lesen ja anarchist. Schriften! Fortschritt und Armuth ― Ich habs zwar nicht gelesen ― und Schopenhauer! Dem sagt man auch nicht viel gutes nach! Sorgen Sie nur daß sich dieses Gift nicht weiterverbreitet! ―“ Seine Corresp. und Verhältnisse mit Sträflinginnen.― Im ganzen ist er mir recht unerträglich.―
Nm. Mz. Rnh. wieder da.― Von Mz. Brief ― was, wenn sie nach Wien käme, Eifersucht etc.―
Richard auf einer ital. Reise.
Am 2. Akt der Liebelei mit Unbehagen gefeilt. Die Freiwildidee meldet sich mit Lebhaftigkeit. Schwarzkopf räth, „kleine Komödie“ zu einem Einakter zu verwenden.