Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 6. Oktober 1895, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1895-10-06.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EA26-3.
6/10 Neulich ließ ich den Claque-chef abweisen; Dilly teleph. mir, dann schrieb sie mir einen zuredenden Brief; heute Gespräch bei der Probe: Nothwendigkeit; es sei nur Geiz von mir etc.― Burckhard rieth offic. ab, menschlich zu.― Burckh. während der Probe im Parquet zu mir: Gut dass ich nicht Publikum bin ― ich möcht brüllen! … weil so viele wahre Sachen drin stehn.― Dilly gab in Hinsicht auf den Walzer nach, unter der Bedingung, dass ich ihr einen Kuss gebe. Ich: Soviel du willst.― Kokettirt immerfort. In der Scene, wo sie von Fritz gefragt wird, Hast du noch keinen lieb gehabt, sagt sie: Oh ja und sieht mich an (statt des abwehrenden Blickes).― Ich habe nicht die Spur einer Aufregung vor der Prem.―