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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 8. Oktober 1895, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1895-10-08.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EA28-1.

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Chronik

Dienstag, 8. 10. 1895

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Dienstag, 8. Oktober 1895

8/10 Generalprobe.― Mitterwurzer im 1. Akt schlecht. Sprach mit ihm, schlug einiges vor. Er: Ich werde alles machen wie Sie wünschen, aber ich bin andrer Ansicht.― Burckhard stand dabei: Sie hätten nichts sagen sollen.― Ich sass hinter der Hruby und der Reinhold. 2. und 3. Akt gut. Die Weiber weinten alle; dann gratulirten mir viele; die Lewinsky stellte sich mir vor; Berger, Lewinsky etc. ― Der Schluss des 3. Aktes schien Brhrd. plötzlich zu lang, Kürzung auf der Bühne versucht, allgem. Nervosität, Dilly Weinkrampf ― etc.― Ging, durch Mitterwurzer verstimmt, weg.― Mit Mz. Rh. spazieren, Else L. hatte ihr von der Generalpr. erzählt.― Bei der Golovin (wie immer). Die alte S. da, hatte Skandal gemacht, die dumme Canaille, weil die Gol. der Dilly geschrieben, Th. käme Abend (ich) ― Dilly kam zu uns herein, war sehr zärtlich, küsste mich, schwärmte für das Stück und fragte mich, ob meine Geliebte drin sein würde. Nm. hatte ich von Mz. den gestrigen Brief wiedergelesen, war sehr ergriffen; sie fragte auch: Ist am Ende jemand da, der deinen Triumphen folgen darf?― Imperial, Gutmann.― Griensteidl, Premierew sagten wir.