Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 15. Oktober 1895, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1895-10-15.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EA2F-A.
15/10 Bei Rob. Hirschfeld; heute gemeine Angriffe Granichstädtens gegen mich und meine Freunde in der Presse gelegentlich des „Regentags“. Bei Uhl, über sein Feuilleton in der Abendpost.― „Ekelhafter Kerl der Gran.; bei der Prem. ist er herumgelaufen: Da habts ihr Euern Dichter aus dem Griensteidl. Ich hab ihm drauf gesagt. Glauben Sie, im Löwenbräu haben sie mehr Talent?“― Abd. ins Theater. Devotion der Leute bis zum Theaterarbeiter. Ausverkauft.― Ich knöpfle eben Kallina die Handschuh zu; da erscheint Dilly, geht ohne Gruss vorbei; dann winkt sie mich zu sich: „Ich liebe dich, ich kann keine Nacht schlafen ― willst du nicht ein Verhältnis mit mir anfangen?―“ Affichirt sich, absichtlich, Zärtlichkeit. Hartmann promenirt und ißt Trauben.― Gespräch mit Mitterwurzer über meine projekt. Aenderung.― Blieb bis Ende des 2. Aktes; hatte das angenehme Gefühl des großen Erfolges, der sich nun deutlich erklärt hat.―