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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 19. Juli 1896, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1896-07-19.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EB45-F.

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Chronik

Sonntag, 19. 7. 1896

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Marie Reinhard, 19.7.1896

Quelle: Therese Nickl: Arthur Schnitzler an Marie Reinhard (1896). In: Modern Austrian Literature, Jg. 10, 1977, H. 3/4, S. 22–68 (verfügbar auf: https://www.jstor.org/stable/24645882)

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Sonntag, 19. Juli 1896

19/7 Sig. J. Sonntag. Hammerfest. Telegr. von Mz. Rh.― Auffallend viel Kopfschmerzen.― Vorbei an Stappene, der Vogelinsel. Aufschrecken, Hin und herfliegen, Zwitschern, Rauschen. Sonnenglanz.― Nordkap.― Aufstieg.― Champagner.― Yacht mit Amerikanern. Mitternachtssonne, hinter Nebeln; sonst klarer Himmel. Nur auf Sekunden kommt sie hervor; dann tief ergreifend.― Wie man erst in einem gewissen Moment die Liebe versteht, so versteht man vielleicht die Sonne erst dort, wo sie Monate lang nicht untergeht.― Kaum wars 12 vorbei, kamen eilig vom Meer her Nebel heraufgezogen, so dass das Meer selbst nicht mehr zu sehen war und auf den Höhen die Leute im Nebel verschwanden. Aber schon im Hinuntergehn war die Sonne wieder da, die Nebel durchbrochen und um 1 Uhr Morgen, als wir auf Deck waren, lag auf Felsen und Wellen eine glitzernde beinahe heiße Sonne.― Intermezzo auf dem Nordcap: Der Herr aus Köln: „Ich hab ein Stück von Ihnen gesehn ― sehr hübsch, wie Sie sich über die Corpsiers lustig machen ― und dann die Geschichte mit Afrika ―“ Er verwechselte es mit Frl. Wittwe von Fulda (das dazugegeben wurde).―