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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 27. Juli 1896, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1896-07-27.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EB4D-7.

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Chronik

Montag, 27. 7. 1896

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Wiener Schnitzler
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Montag, 27. Juli 1896

27/7 Stockholm angekommen. Grand Hotel.― Bummel durch die Stadt. Riddarholmen. Bad. Maria-Hissen ― Katarina-Hissen ― Prachtblick auf die Stadt.― Briefe. U. a. von Dilly; sie werde Liebelei in Meiningen vor dem Herzog allein spielen; ich werde dazu eingeladen werden. Und ich hätte sie heiraten sollen, „Lindau sagt es auch“.― Von Mz. I ein sehr hübscher Brief, von Mz. Rh. langweilig und kurz;― von einer anonymen Wienerin aus Leipzig über die dortige Aufführung der L.― Nach Tisch in den Djurgarden.― Bellmanfest. Im grünen, auf Hügeln, Hängen, in Restauration an kleinen Tischen, um die Büste Bellmans, die unter Bäumen steht, bekränzt, während Sonnenstrahlen durchs grüne flimmern, Menschen, immer mehr, sich sammelnd, sich niederlassend; ruhig wartend. Ich und Ellstätter im Rest.garten; Arrakpunsch wie die andern alle.― Musikkapelle auf Estrade. Dann kommen, wie in den Meistersingern, die Sänger, in zwanglosen Straßenanzügen, singen. Lauter Bellmansachen. Einzelne schöne Lieder.― Die Herrn aus Köln und Crefeld tauchen in der Menge auf und gesellen sich zu uns. Ich Kopfweh. Zu Skansen Dalekarlierin; norweg. Häuser; Fackeln, Freudenfeuer.― Bei Hasselbacken (Musik) soupirt. Zurück.― Bekam plötzlich lebhafte Antipathie gegen die Freundlichkeit, gegen die Kurzsichtigkeit, Schüchternheit und das Schwäbeln des Finanzrathes.―