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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 4. Dezember 1896, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1896-12-04.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-EBC6-D.

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Chronik

Freitag, 4. 12. 1896

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Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Eugen Deimel an Arthur Schnitzler, 4.12.1896

Quelle: Heinz P. Adamek (Hg.): In die Neue Welt... Arthur Schnitzler - Eugen Deimel. Briefwechsel. Holzhausen Verlag: Wien 2003

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Freitag, 4. Dezember 1896

4/12 Vorm. traf ich diesen Grf. A. Ich hatte leider nicht die Geistesgegenwart, die Sache gleich mit ihm abzumachen, sondern lavirte nur bei Gelegenheit. „Sie haben sich rasch Wiener Gewohnheiten angeeignet.―“ Er ist ein boshafter Narr, that harmlos.― Ich ärgerte mich.― Er erklärte mich besuchen zu wollen.

Nm. Gusti (aus Graz) da.― Sie sagte, sie sehe kein Ende; entweder müßten Mz. und ich wieder zusammen sein ― oder sie „würde gehen“ … Ich sagte ihr: Ists nicht tragisch: ich bin ein guter Mensch und bin gezwungen Menschen leiden zu machen; ich habe die stärkste Tendenz zur Aufrichtigkeit und ― muss lügen.

Sie blieb 2 Stunden, ich war nervös, wir weinten beide im Lauf der Unterhaltung. Ich fragte sie, ob sie jemanden liebe.― „Niemanden.― Mizi.―“ Sie sagte es einfach, und rührend.―

Kälte. Mit Mz. Rh. im Concert.― Unter dem Eindruck der Aichelburg Büberei unverhältnism. gedrückt.― B. Quartett.