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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 23. August 1897, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1897-08-23.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-ECCA-8.

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Chronik

Montag, 23. 8. 1897

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Wiener Schnitzler
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Montag, 23. August 1897

23/8 Regen. Vorm. mit Y. spazieren; Nachm. im Lesezimmer mit Y.; andre; Alice A.; ein Pester Mädl mit fabelhaft dummer Mutter, ich werde sie adoptiren, um ihr zu zeigen, wie ich sie behandeln werde, gehe ich mit ihr aufs Zimmer und küsse sie ab.― Y. erwähnt, es habe sie s. Z. am stärksten verstimmt, dass ich nie von mir erzählt; heute erzählt ich ihr etwas entstellt, Mädchen, aus der Familie fort. Sie war von O. mehr „entzückt“ als von mir ― aber ich sei ihr mehr u. s. w.― Yy. kennt sie meiner Ansicht nach besser als sie ahnt; liebt sie sehr, weiss, dass er sie durch Quälen nur verlieren würde; ergibt sich!― Zwei Kinder!― Nach dem Souper Klavier.― Sie will von mir den Walzer, den O. gespielt; mich ekelt. „Sumpf.“―

Nachm. sagte sie u. a.: sie wäre eher O. Geliebte geworden, wenn sie nicht „durch mich“ gesehen, was man dann für die Männer werde ― also, kommt heraus, „wenn Sie gewußt hätten, dass ich Sie liebe ― wären Sie seine Geliebte geworden ― wie können Sie also sagen: ja, wenn ich geahnt hätte ―“ ― Hier liegt der Fall vor, dass ich „sie“ liebe, rührend, hilflos finde; „ihn“ hasse.―