Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 27. November 1897, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1897-11-27.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-ED2A-C.
27/11 Vorm. Probe.― Mit Teweles gespeist.― Allein spazieren, Hradschin; zu Hause, in tiefster Verstimmung wegen Ohrs.―
Theater; Erfolg; anfangs sehr stark, gegen Schluss sich schwächend. Wurde oft gerufen.― In der Concordia soupirt; recht viel Leute; Direktor und Frau, Jauner, der aus Wien gekommen war; Klaar (der auf mich toastirte), Bondys, Haas und Frau, Salus und Frau, Guth, Teweles etc. ― und ein junges Mädchen, Braut, 26 Jahre, die mich den ganzen Abd. mit sonderbaren Augen beobachtete ― mit der ich erst gegen 12 zu reden anfing, die mich höchst seltsam berührte ― ich begleitete sie noch ein Stück bis zu einem Wagen ― schon oben hatte sie gesagt: manchmal bedauert man, dass das Leben so kurz ist;― ich fühlte mich merkwürdig angeregt; sie war eine von denen, in die ich mich sicher verliebt hätte.―