Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 7. Februar 1903, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1903-02-07.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F41E-1.

Download

Chronik

Samstag, 7. 2. 1903

Aufenthaltsorte
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Samstag, 7. Februar 1903

7/2 Bei Lola B., dann bei Frau v. Hofmannsthal (seit ihrer Genesung das 1. Mal), bei Bahr, woselbst Burckhard, Mizi Schuster, Roth, Bukovics.―

Nm. 5. Akt.― Bei O. wo Gisa, dann Dr. P.

Wieder düstre Stunden, durch meine Schuld, quälend, selbstquälerisch u. s. w. „Auch jetzt, während du ruhig scheinst, bist du’s ja nicht; bist im innersten mißtrauisch ― weißt nichts von mir.“ ― Es ging vielleicht weiter als je;― löste sich wohl in verzweiflungsvollen Thränen, machte uns aber doch beide immer hoffnungsloser.― Als Arzt könnt ich sagen: Chronische psych. Depression; auf erblicher Grundlage, gefördert durch ein störendes als unheilbar erkanntes Ohrenleiden, mit intercurrenten sehr häufigen mäßigern bis krampfartigen Anfällen von Kleinheits-, Verfolgungs-, Eifersuchtswahn; mit Erhaltung des Bewußtseins aber gelegentlichem Verlust der Correctionsfähigkeit.―