Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 28. August 1903, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1903-08-28.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F4E8-C.
28/8 Vm. mit O. Elektriker.―
Nm. Hr. Rotenstern-Swesditsch, russ. Übersetzungsangelegenheit.― Bei Grünwald; Schreibmaschine verdorben; spazieren, Stadtpark.
Oper, lustige Weiber, mit O. und Mirjam, köstliche Vorstellung.― Meissl u. Schadn. O. hatte einem Brief von M. an ihre Eltern drangeschrieben, u. zw. lügenhaft, was mich ärgerte. Salten kam ins Hotel.― Im Nachhausegehn sagte ich O. was ich zu sagen hatte, von dieser Unverläßlichkeit in Beziehung zu Menschen geärgert und durch ihr Schweigen noch mehr. In solchen Momenten ist gleich das Gefühl da: Nein ― das wird nicht gehn. Ungerechtigkeit meist hervorgehend aus anderm Aerger, der latent da ist.― Im Quisisana, delect. uns am Grammophon.