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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Donnerstag, 12. Jänner 1905, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1905-01-12.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F6DA-A.

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Chronik

Donnerstag, 12. 1. 1905

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Traum vom 12. Januar 1905

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

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Donnerstag, 12. Jänner 1905

12/1 Komischer Traum (nach Lecture „Capt. Dodero“ von Barilli) Conditorei?― Kaiser Josefstr. ― der Kaiser von China, dem ich „Trottel“ sage, in der Freude, einmal einem Kaiser, ohne dass ers versteht, Grobheiten sagen zu können.―

Vm. der Hervay geschrieben, dass ich nicht lesen werde.―

Nm. am Stück.―

Abd. allein (O. liegt noch) Ansorge Verein, Streicher Abend.― Sprach Specht über Mahler ― dann sah ich Mahler, und hatte direct das Gefühl des Leidens unter seiner Größe. Hatte es noch kaum einem andern gegenüber in dem Maße.― Seine innere Sicherheit.― Darüber und über ähnliches sprach ich noch lang mit O. nachdem ich (aus dem Riedhof) nach Haus war.―

Sowohl Richard als Hugo sind künstlerisch (Formgebung in höchstem Sinn) begabter als ich; überdies hat Hugo den Vorzug der Energie vor mir, und Richard den der innern Reinheit („Charakter“s). An Einfällen bin ich wohl reicher ― aber wie wenig kann ich im Grunde mit ihnen anfangen. (Wehe, wenn es ein andrer sagte!) ―