Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 27. Dezember 1905, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1905-12-27.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F836-1.
27/12 Vm. spazieren, mit den zufällig begegneten Prechtler (Burg), Strassni (Josefstadt).
Nm. nach Hietzing zu Wassermann. Anwesend Leo, Kaufmann, Richard, Hugo. Er las eine außerordentliche Novelle „Clarisse Mirabelle“.
Über „Weissagung“ (die in der N. Fr. Pr. gedruckt war) hörte ich gutes; gegen den Schluss Einwendungen von Richard und Wassermann (richtige). Hugo sagte: Von Ihnen möcht ich einen Roman lesen.―
Zurück mit Agnes Speyer, in Gesprächen über den „Geist der Zahl in der Kunst“, über den Reichtum an Talenten, der heute da ist. Kein absoluter Gipfel sagte Agnes Sp.― Dahin geht es auch nicht, glaub ich. Das charakteristische der Epoche ist die Fülle der Eigenarten.