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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 5. Februar 1906, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1906-02-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F85E-5.

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Chronik

Montag, 5. 2. 1906

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Montag, 5. Februar 1906

5/2 Arrangirprobe 1. Akt „Ruf“.― Marx Vater. Marie Triesch. Frau Kraus Katharina.― Mit Walser über die Costumebilder gesprochen.―

Continental allein gespeist.―

Bei Impekoven (Decorationsmalerei). Sah die Decorationsskizzen. Walser kam nicht.― Maler Edel, mit dem ich fortging.

Bei Jacobsohn, den die Besetzung entsetzt. Sein Antagonismus gegen Harden. Kunstpolitik in Berlin. Hugo und ich. Er ist gegen Oedipus (gewiss zum großen Theil, weil Harden dafür ist). Ich bewundre an Oe. zumeist, dass so unglaublich viel, so starkes herausgebracht ist, mit einem so geringen Interesse am Gegenstand. Nie vielleicht hab ich so sehr gefühlt, ein um wieviel größerer Künstler Hugo ist als ich ― und nie hab ich ihn so wenig darum beneidet.―

Bei Brahm. Sein 50. Geburtstag. Dort: Jonas’, Stein’s, Landesmann’s, Marx, Else Lehmann, Hugo’s u. a.― Sass neben Frau Jonas und Frau Landesm.― Hugo ein paar Worte auf Brahm („Treue, Rücksichtslosigkeit“).― Else Lehmann (die die Tante spielt) über den Ruf. Sie ist genial, beschränkt und falsch.― „Ob das Publikum nicht indignirt sein werde dass die Mädeln alle, unsympath. Weise den Männern nachlaufen.―“ … Ich hatte Brahm eine Photographie mit Rahmen geschickt.―