Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 7. April 1906, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1906-04-07.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F89B-F.

Download

Chronik

Samstag, 7. 4. 1906

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Schnitzler, Arthur, 7.4.1906

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Samstag, 7. April 1906

7/4 Vm. mit O. Secession.

Nm. mit Mama 7. Beethoven.

Zu Hause Notizen zum Roman 6. Capitel.―

„Ritterlichen“ (Taormina 1904) durchgesehen; gute Lustspielelemente ― aber die Sache als ganzes mir nicht interessant genug, es ernsthaft vorzunehmen. Auch würde man mir den „Arzt der Ehre“ von Mongré unter die Nase reiben.―

― Anläßlich Schönherrs „Familie“ mit O. Gespräch übers dramatische. Es ist mir (wahrscheinlich allen Juden) versagt, ein absolut gutes Drama zu schreiben. Dazu gehört eins: „sich innerhalb des gegebenen zu beruhigen“. Weltanschauungen wie sie im 3. Akt des Ruf (und auch im 5. des Charolais) zum Ausdruck kommen, heben das dramatische auf. Der Held des Dramas muss innerhalb der bestehenden Gesetze weiterlaufen. Kerr findet gerade (nur) den 3. Akt des Ruf gut. („Zukunftsträchtig“.) Der Dramatiker mag von Vergangenheiten schwer sein; zukunftsträchtig darf er nie und nimmer sein.―