Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 8. Jänner 1907, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1907-01-08.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-F9AF-8.
8/1 Vm. dictirt Roman. Währenddem kam Frau Speidel, Fr. Kainz, Kainz möchte, dass ich mit auf den Semmering komme; lehnte ab.
Bei Tisch Besprechung meines Romans (mit O. und Grethe) als „Schlüssel“roman; ärgerliches Bedenken meinerseits, dass man über der Sensation das Kunstwerk (absichtlich) vergessen könnte.―
Nm. Briefe dictirt.―
Fred kam, aus Berlin; Liesl gehts viel besser.
Heini: „Herr Fred ist so gross wie ein Elephant ― nur oben ist der Elephant höher; aber unten fangen sie gleich an.“
Neulich Heini bei Tisch zu Trebitsch, er wolle nicht Dichter, sondern Baumeister werden. Ich: Wenn dir aber ein Stück einfällt. Heini (nach Besinnen): „No, es wird mir schon keins einfallen.“ ―
Mit Fred (und O.) ins Concert. (Qu. Rosé.) Walters neues (gequältes und schlechtes) Trio.―
Nachtmahlten (O. und ich) mit Wassermann bei der Jesovits. W.’s herrliches Selbstgefühl; Überzeugtsein von Mission und Größe; ich brachte einiges gegen mich vor, wobei er gern einstimmte.