Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 1. Mai 1907, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1907-05-01.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FA20-7.
1/5 Vm. bei Speidels; dann Tennis (Grethe Kobler, die mit ihrer Schwester Eva kam), Metzl.―
Nm. dictirt Briefe etc.―
Barnowsky (und Lantz) bei mir; will Liebelei im Kl. Th. aufführen (mit der Sorma).―
Bei Hidalla mit O. Wedekind (wie in Berlin) „schauspielerisch“ interessant; das Stück revoltirte mich vielleicht weniger durch seine praetentiöse Dürre, als wegen meiner wachsenden Gehässigkeit gegen die Snobs und Feiglinge, die [immer] im Tross einer höchst merkwürdigen Persönlichkeit, in deren Complex auch bedeutsame dichterische Elemente nicht fehlen, ohne Überzeugung einhermarschiren.
Lantz erzählte von einer Theatergründung, die er in Wien machen will; Saal Miethke, Fritz Wärndorfer etc. (Oberflächlich.)