Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 4. Februar 1908, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1908-02-04.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FB13-5.
4/2 Mit O. Semmering.― Salten im Zug. Er sagt über einen Roman, dessen 2 erste Theile (Jänner-, Feberheft) er gelesen: Sehr lebendige Gestalten. Dann (zögernd) … „Aber es hat mir erst recht leid gethan, dass ich’s nicht im Manuscript gelesen … es sind stilistische (Fehler?) Mängel, Härten (erinner mich des Worts nicht) ― wie sie natürlich bei einem so großen Werk nicht zu vermeiden sind.―“ Es ärgerte, ja empörte mich beinahe ― obwohl, oder weil ich darauf vorbereitet war.― „Er wird nicht wollen“ sagte ich neulich.― Wer wird wollen ―?
― Im Hotel aergerte ich mich auch über manches.―
Grethe Kainz, S. Fischer und Frau, Wassermanns, Saltens, mit ihnen allen Meierei.