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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 19. Dezember 1908, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1908-12-19.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FC52-D.

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Chronik

Samstag, 19. 12. 1908

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Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Heinrich Schnitzler, 19. 12. 1908

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

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Samstag, 19. Dezember 1908

19/12 Die deutschen Kritiker sehr warm; auch die ungarischen sollen beinah durchaus warm sein; einen gewissen Ignotus ausgenommen, Hr. Veigelsberg, Freund des Dr. Hatvany.

Hatvany und seine Schwester Frau Dr. Hirsch holten uns mit dem Auto ab: Ofen, Fischerbastei, trauriges Nebelwetter. Gallerie. Viel interessantes. Hatvany lebt viel in Berlin, ist mir sehr interessant.

― Bei Guttmann’s zu Tisch. Leonie, Frau Ella Fr.; ein ältrer Onkel Geza; original, kaum wohlhabend und doch Maecen, humoristisch-scharf-gütig.―

Leonie G. mit uns im Hotel, dann mit ihr an der Donau spazieren. Über die unproductiven Leute mit dem tief-natürlichen Hass gegen die productiven, besonders über die, die in einer Art Verzweiflung an den Grenzen wandeln, immer den Hauch der andern Welt um ihre Stirn wehn spüren ― und doch nie hinüber können. Über die Kassners, Polgar’s, Veigelsberg’s ― (Hatvany’s?) ―

Im Hotel Nachtmahl mit Tante W., Arthur W., Prof. Toldy und Eltern; ein Maler, Josza, flüchtig gestern bei Toldy’s getroffen, skizzirte mich (nicht gut). Es war gemütlich, das Verhältnis des jungen Toldy zu den Eltern ganz einzig.―