16/1 Alpdrücken, wie so oft.― Irgend eine Gesellschaft, zwei Leute dort, vor einem Messerduell auf Leben und Tod (wer?) ― es kommen Grethe und Erna; auch O., vor dem Duell soll ein „Todesritt“ (in frivoler Nebenbedeutung) stattfinden ― plötzlich kriecht mir ein Krüppel auf dem Boden nach.―
Vormittag mit Olga Besorgungen Stadt. Panorama (New York). Bei Mama zu Tisch. 4. Mahler.―
Unter Kopfweh und Ärger einen Brief an Oppenheimer meditirt.―
Abends bei uns: Wassermann, Leo, Kaufmann, Bella W., Richard, Paula. Während Wassermann eine Nov. vorlas, erschien auch Hugo und Gerty (von der Première des „Anatol-Hochzeitsmorgen“ im Volkstheater).
― W.s Novelle „Die 3 Söhne des Herrn Karinkel“ ― 1¼ Stunde lang, langweilig und schwach; von prätentiös-altmodischem Humor. („Warum machen Sie sich über den Mann lustig ― Sie haben ihn ja selbst erschaffen“ sagte ich ihm.) ―
Olga sang Erntelieder u. a.; in nicht sehr guter Stimmung. Bella spielte hübsch Clavier, Chopin, russisches, Reger.―
ACDH
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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. (https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/)
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 16. 1. 1909
Auguste Hauschner an Arthur Schnitzler, 16. 1. 1909
Traum vom 16. Januar 1909
Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)