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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Montag, 13. September 1909, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1909-09-13.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FD5E-0.

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Chronik

Montag, 13. 9. 1909

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Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Max Reinhardt, 13.9.1909

Quelle: Renate Wagner (Hg.): Der Briefwechsel Arthur Schnitzlers mit Max Reinhardt und dessen Mitarbeitern. Otto Müller Verlag, Salzburg: 1971.

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Montag, 13. September 1909

13/9 Vm. Tennis: Dr. Abels den ich zufällig auf dem Telegraphen Amt getroffen, wo ich ein Antwort Telegramm an Kahane aufgegeben (Fristverlängerung etc.) ― Frl. Mandl, Salten (vom Manöver zurück).― Dr. Schönbrunn und Frau kamen.― Im Nachhausfahren 2 Worte mit Else Speidel.―

Olga schon seit dem Morgen in mäßigen Wehen.―

Las Nachmittag Nils Holgersson zu Ende; einiges aus den Briefen Goethes Mutter, etwas Poe ― meist Houssaye 1815 (défection de Ney).―

Sah meine Aphorismen, über Kunst, Kritik, dann das andre durch.

Hatte ein wenig Meistersinger gespielt. Um ½8 kam Mandl, um 5 Min. nach 9 kam ein Mädl zur Welt; Lili. Das Wetter war Tags überheiß gewesen; als die stärksten Wehen anfingen, recht windig; der sich nach Lilis Erscheinen wieder legte.

Am Vormittag war Julius, Nachmittag Mama und Gisa einen Moment dagewesen.

Nachtmahlte allein. Setzte noch einige Telegramme auf, las Poe Humoresken (Thingum Bob). Es schien mir, als ich auf den Balkon trat, als flimmerten die Sterne stärker als ich sie je gesehn.― Meine Stimmung war nicht rein; durch das unerträgliche Vogelgezwitscher gestört.