15/9 Vm. Tennis.―
Nm. müd, eine Weile im Bett.
Prof. Bernhardi, den ersten vollendeten Akt durchgesehn, einige Lust zu dem Stück. Man könnte viel Ekel hinein dichten und aus sich heraus.
Dr. Kaufmann, aus Marienlyst zurück. Hatte in Berlin u. a. Heimann gesprochen, der, als Angestellter Fischers den Anfang des Med. gelesen und wie es scheint schon am Werk ist zu verkleinern ― „scheint eigentlich ein kurzes Stück, das ich nur lang gemacht“.―
Ossip Dymow von ½5-7. Über Verwerthung meiner Sachen in Rußland. Will ihm meine letzten Stücke zu ev. Übersetzung geben.―
Er erzählt mir weiter interessantes über die politischen Zustände in Rußland, persönliche Gefährdung. Am Ende entwickelte er eine Kunstphilosophie, die mir in ihrer Geistreichigkeit und Suche nach Analogien zwischen sexualem und productivem nicht behagte.―
― In alten Sachen.
Olga hat noch viel Schmerzen. Lili ist sehr wohl.
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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. (https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/)
Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 15. 9. 1909
Max Burckhard an Arthur Schnitzler, 15. 9. 1909
Gustav Schwarzkopf, Max Schwarzkopf an Arthur Schnitzler, 15. 9. 1909
Gerty von Hofmannsthal an Olga Schnitzler, 15. 9. 1909
Arthur Kahane an Arthur Schnitzler, 15.9.1909
Quelle: Renate Wagner (Hg.): Der Briefwechsel Arthur Schnitzlers mit Max Reinhardt und dessen Mitarbeitern. Otto Müller Verlag, Salzburg: 1971.