Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Mittwoch, 10. August 1910, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1910-08-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FEA9-9.

Download

Chronik

Mittwoch, 10. 8. 1910

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Samuel Fischer, 10.8.1910

Quelle: Hans Peter Buohler: Arthur Schnitzlers »Medardus Affairen« Teil 1: Korrespondenzen. In: Hofmannsthal-Jahrbuch ⋅ Zur europäischen Moderne, Jg. 19 (2011), S. 79–215.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Mittwoch, 10. August 1910

10/8 Vm. Pötzleinsdorf, bei Frl. Hoffmann Briefe dictirt an Jonas (Reigen), Fischer, Eirich etc.; beinahe durchaus Versuche ein paar hundert oder tausend Kronen nachzulaufen; beschämend und unvermeidlich.

― Nm. eine Art (im Ton) erpresserischer Brief (um sog. „Reinigungsgeld“) unsres frühern Hausbesorgers; der mich mehr ekelte als ärgerte. In welchem Haus, unter welchen Leuten haben wir (allerdings mit Bewußtsein) durch Jahre gewohnt!

― An der Novelle „Doppelspiel“ weiter.―

Abends Prof. Bauer und Frau. Viel über politisches. Affaire Dreyfus. (Der Bernhardi Stoff präsentirte sich wieder.) Am meisten ist B. entzückt von der Liebenswürdigkeit (aménité) der Wiener. Ja, sie haben großen Respekt vor Leuten, die wo anders zu Hause sind;― und speziell vor Franzosen (wenn sie nicht zu gut deutsch können!).