Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 5. Februar 1911, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1911-02-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000B-FF5C-0.
5/2 S. Vm. spazieren; Hohe Warte; dem Roman nachgesonnen; soweit es die mangelnde Concentrirtheit zuließ.―
Nm. mit O. „Volksheim“. Sie sang, von Gound begleitet, zuerst von der Angst erheblich gehindert, dann freier und manches sehr schön. Etwa ¾ Arbeiterpublikum, sonst Bekannte von O. und andern Mitwirkenden: Schmidls, Richard, Paula, Leo, Kaufmann, Gustav, Helene u. a. Wolfsohn blätterte um.
― Zu Hause gerechnet etc.―
Zum Nachtmahl: Brahm, Otti Salten (Felix in Budapest), Zweig, Jacob und Julie, Raoul und Irene Auernheimer, Leo, Kaufmann; Richard. Brahms 55. Geburtstag. Wenig animirt; mein Gehör bereitet mir Pein.― O. hatte meist mit Kaufmann und Leo geredet ― diese hatten ihr fast nur ungünstiges über ihren Gesang gesagt, was sie nun bis zu Thränen deprimirte.