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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 13. Oktober 1911, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1911-10-13.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0056-3.

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Chronik

Freitag, 13. 10. 1911

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Freitag, 13. Oktober 1911

13/10 Mit O. zur Generalprobe. Auch Julius, Helene, Gisa dort. Wirkung im 1. Akt gut, 2. Akt auch, aber nicht ganz sicher, 3. Akt schwächer, 4. Akt enorm, 5. Akt tief.―Korff, insbesondre im 4. außerordentlich. Die Marberg und die Hofteufel sehr gut, die letztere in den Hauptscenen etwas zu schwach. Höbling (Kreindl), Wilke (Frau Natter unter dem Niveau des Theaters.―

Frank klagt mir sein Leid (er spielt den Gustav) ― er sei am Aufhängen.― Nach dem 4. drückte ich Korff in seiner Garderobe meine Bewunderung aus.― Salten in unsrer Nähe, bewahrt seine Stummheit (er kennt das Stück seit 1 Jahr!) ― äußert sich nur, der Ausdruck „Hopf“ sei gefährlich. (Ich finde sein Benehmen albern.―)

Meine Prophezeiung an Berger: 1. Akt leidlich, 2. nicht ungefährlich, 3. Widerspruch 4. und 5. werden einschlagen. „Wenns anders kommt, sind weder Sie noch ich schuld“, sage ich.― Hugo Ganz nach dem Stück, gratulirt … „Aber ich bin noch nicht fertig“ … Ich: „Das wär ein schlimmes Stück, mit dem man nach einem Mal hören fertig wäre ― und wohl auch nicht der rechte Kritiker, der glaubt, nach einmal Hören fertig zu sein …“ ―

Nachmittag Dr. Pollak; dictirt.

Las Brahms Kleist zu Ende.―