Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 10. März 1912, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1912-03-10.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-00EB-B.
10/3 S. Urania, Probe Pierrette; Dohnanyi spielte Clavier dazu. Galafrès begabt und fleißig; Askonas, Arlechino, der intelligente jüdische Schmierant. Onno als Pierrot auch hier, das menschlich-künstlerisch besondre verratend.―
Nm. Salten; um Rat, da Brahm sein Stück (Das stärkere Band, am 16. Volkstheater) refusirt. Gemisch von Selbsterkenntnis und montirter Sicherheit; Bedürfnis nach herzlicher Aussprache und mangelnde Aufrichtigkeit; Sympathie und Widerstand. In all seinen schwankenden Aussichten immer voll Hoffnungen und Kühnheit der Lebensführung; ging heim, Contract wegen Bauveränderungen in seinem Haus machen, der seine finanziellen Verpflichtungen erheblich steigern wird.―
― Mit O. ge„zimmerlt“, projectirte Änderungen in meinem Arbeitszimmer.
Las „Graesler“; fand sie nicht so schlecht, als ich vermutet; immerhin muß sie neu gemacht werden. So was müßte doch einfach aus der Hand fließen und fertig sein. Immer und immer der Grundfehler: nie ganz dabei sein!