Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 23. April 1912, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1912-04-23.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0117-9.
23/4 Dictirt Bernhardi.―
Gemeinderatswahl 4. Wahlkörper. Wählte den Social Demokraten Quirin Kokrda.―
Von der Wahl nach Hause mit Prof. Seidler, der sich über Probleme des Schaffens und Einfluß der Familie informirte. Ein etwas selbstgefälliger tüchtiger Mittelkluger.
― Hr. Ludwig Hirschfeld, fürs „Theater“, gab ihm zum Nachdruck „Sylvesternacht“.
Nm. am Bernhardi.―
Otto König „Merker“, wollte allerlei für die mir gewidmete Nummer; las ihm alte Gedichte, Scenen aus Beatrice vor, zeigte Ur-Einfälle. Gespräch über Stoffe, Production, Träume; er recitirte mir einige wirklich hübsche Gedichte. Blieb von ½6-½9.
― Zum Nachtmahl Annie Strial. Über ihren Vater. Brutalität, Eifersuchtswahn etc.―
Varnhagen 13. Band zu Ende.―