Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 29. Juni 1913, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1913-06-29.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-02C7-1.
29/6 S.― Vm. auf den Feldern gegen Pötzleinsdorf; mit Schönherr. (Über Immunität, Infection;― „freien Willen“ der Bacillen,― Disposition;― ― über den Schuften Müller Guttenbrunn ― Sch. will seine (M. G.s) Denunziation photographiren lassen und ev. weitres unternehmen; über den Neid ― (nicht viel auf Talent, mehr auf Ruhm, unstillbar auf Geldverdienen) über Robert Hirschfeld (auch gegen Schönherr (Glaube und Heimat) hat er den Katholizismus in Schutz genommen); u. s. w.) ― Auf dem Heimweg gesellt sich Ebermann bei;― ein myxoedematöser Greis ―. Sch. erzählt später, wie Ebermann bei Speidels (seines Preisers) Begräbnis hinter dem Sarg gegangen sei, selbst schon ein Vergessner! ―
― Nm. bei Heini oben Bangs Zusammenbruch ausgelesen.―
Handls „Bahr“, dann das „Bahrbuch“ durchgeblättert. Las wieder seinen „Glückwunsch“ an mich.― So keine Ahnung von mir zu haben! ― Niemand hat es so leicht auf der Welt als der Feuilletonist ― niemand so schwer als der Dichter.―