18/2 Generalprobe „Eins. Weg“, mit nicht geringer Wirkung. Devrient (und Herterich) mißfielen mir am meisten. Am besten die Bleibtreu. Walden im conversationellen vorzüglich; aber ohne Daemonie. Die Wohlgemuth eine hochbegabte Conservatoristin für alle Ewigkeit.―
Nach Haus mit (O.), Salten, Specht.― Salten bringt von der Frau Wolff die Nachricht, Korngold hätte ihr in Berlin gesagt, ich sei so sehr gegen das oeffentliche Singen O.’s ― aber könne mir nicht helfen.― O. sehr aergerlich; ich bin glücklicherweise gegen Geklatsch recht abgestumpft.― Thimig ersucht Salten um Aufführungsrecht Auferstehung;― (ich sehe darin Gustav’s Hand).―
Nm. las ich O. Leisenbohg und Bernhardi 2. Akt übungsweise vor.―
Nach dem Nachtm. Speidels. Über die Darstellung; über die Schwächen des Eins. Weg.―
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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. (https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/)
Generalprobe von Der einsame Weg, 18.2.1914
Gustaf Linden an Arthur Schnitzler, 18.2.1914
Quelle: Arthur Schnitzler, Gustaf Linden: Ein Briefwechsel. 1907–1929, Wien: Edition Praesens 2005 (Wechselbeziehungen Österreich-Norden, Band 7).