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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 21. November 1914, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1914-11-21.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-04C4-2.

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Chronik

Samstag, 21. 11. 1914

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Samstag, 21. November 1914

21/11 Dictirt allerlei.―

Mittag mit O. Jacob und Gemahlin getroffen; ― mit ihm über das Gänsemännchen ― seine erste Frage der Schluss; gegen den ich Einwendungen mache ― zugleich andres nach Verdienst aufs höchste preisend;― er sagt: Man kann so ein Werk nicht „gleich sehn“ … „nach dem ersten Lesen ―“. Auch wenn man es rückhaltlos lobt?―

Nm. im Gymnasium; bei Prof. Wild (Geschichte), Alth (Mathematik und Physik) mich nach Heini erkundigen; nicht ungünstiges erfahrend.―

An dem steifen Anfang Graesler weiter gefeilt.

Ein Brief ― von Fifi,― an meine Güte appellirend; ihr Geliebter („Lohengrin“) ist vor 2 Jahren ― Grillparzerstraße 7 gestorben ― in der gleichen Wohnung, die ich zu jener Zeit bewohnte! Wahrhaft sonderbar (offenbar Selbstmord). Sie ist nun, ganz verarmt (wie schon Dora M. berichtet), in einer Berliner Nähstube.― In meinem Leben riecht es bedenklich nach ― sagen wir ― 4. Akt, vorletzte Scene.―