Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 27. Dezember 1914, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1914-12-27.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-04E8-A.
27/12 S.― Spazierg. mit Felix Speidel Kahlenbergwärts etc. Über Kleist (Hermannschlacht, Homburg) ― u. a.―
Abd. mit O. Koflerpark, wo ich eine Vorlesung fürs Volksheim hielt. Neues Lied, Ruf des L. 2. Akt Anfang; ― Medardus Schenkenszene; als „Zugabe“ letzte Verse Beatrice (von „Geschäh ein Wunder …“). Ich las manches recht gut. Großer Beifall. (Einer rief immer „Da capo“.) Ein Autografensammler, der mich sprechen wollte zu Prof. Reich. „Ich interesserire mich für Herrn S.;― ich bin nemlich selbst Schriftsteller.“
Spechts waren auch dort, fuhren mit uns nach Haus und nachtmahlten bei uns.― Er liess mir, da er es persönlich nicht kann, durch O. sagen, wie er mich liebe.―