Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 16. Jänner 1915, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1915-01-16.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-04FC-4.
16/1 Im Wiedner Spital; Julius operirte; mit ihm Laudongasse, kurzer Besuch oben, Hans war krank gewesen.
Nachts hatt ich vag einen Traum. Sitze an der Wand in schmalem Cabinet, klein, kindhaft ― mir schief gegenüber, am Schreibtisch unser Kaiser aber etwa 45jährig, sich freundlich zu mir wendend (Ursache unklar). (Ordinationszimmer? Vater?) ―
Nm. las ich „Bachusfest“ und machte ein paar kleine Correcturen. Ganz nett. Am „Wahnsinn“. Beim ordnen alter Briefe kamen mir nach langer Zeit auch welche von und an ― Jeanette vor Augen.― War mein Leben denn eigentlich „schön“―? War ―? Warum nicht― „ist“.―
O. kam vom Slezak ― Kurz ― Walden Concert, oesterr.-deutsches-türkisches Conzert ―; vom Publikum etwas angewidert.