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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 2. März 1915, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1915-03-02.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0528-2.

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Chronik

Dienstag, 2. 3. 1915

Aufenthaltsorte
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Samuel Fischer an Arthur Schnitzler, 2.3.1915

Quelle: Hans Peter Buohler: Arthur Schnitzlers »Medardus Affairen« Teil 1: Korrespondenzen. In: Hofmannsthal-Jahrbuch ⋅ Zur europäischen Moderne, Jg. 19 (2011), S. 79–215.

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Dienstag, 2. März 1915

2/3 Vm. bei Gustav. Über „Odysseus“. Paulsen kam, wieder beurlaubt, offenbar traumat. Neurose, allmälig begann er vom Krieg zu erzählen,― von dem Grauen der Schützengräben; den Schrecken des Stellungskampfs. Sein Tagewerk: die Granaten zu erwarten und Abends 4–6 Kameraden begraben. Seit 3 Monaten. Vorher die offenen Schlachten tausendmal besser. Niemand sehnt sich zurück. Wers sagt, ist ein Lügner. Endlich war er verschüttet, bewußtlos, zurückgeschickt, wieder einberufen und wieder zurückgeschickt.― Die zwei von der eignen Artillerie erschossenen. P. telephonirt an den Batteriechef. Der zurück: Ja ― wir mußten uns erst einschießen ― (Die Feinde sind nur zehn Meter voneinander eingegraben.)

― Nm. am „Fliederbusch“.―