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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 24. August 1915, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1915-08-24.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-05D7-C.

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Chronik

Dienstag, 24. 8. 1915

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Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
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Dienstag, 24. August 1915

24/8 Vm. Wildenstein etc.―

Nm. mit O. und Arthur Kfm. Bahn Goisern, dann über Soolenweg zurück. Wunderbarer Abend. Auf dem Weg ein Haus alleinstehend. Blick in die Diele. Kind vor dem Tischchen, Spielzeug, Abendessen. Blasse Mutter. „Wie alt ist das Kind?“ „Heut ists ein Jahr … Sein Vater hat’s noch nicht gesehn. Am 1. August voriges Jahr ist er eingerückt ― seit dem September wird er vermißt.―“ So war der Krieg wieder da. Und dann weiter durch den unsagbaren Frieden dieses Abends im Grünen, voll Duft nach Heu und Feldblumen.

Ihr Schurken! Ihr Narren! Ihr Bösewichte!―

― Stärkster Wunsch Kaufmanns: einmal auf einen Tag ein andrer sein. Ich: Mir ist, als könnt ich mich in jeden andern völlig hinein denken; nur in den Dogmengläubigen nicht.―

Genachtm. Sonnenschein, wo auch Friedell, der öfters, bei all seinem Geist durch Witzboldelei ermüdet.―