Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Dienstag, 5. September 1916, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1916-09-05.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0751-1.
5/9 Regen. Bei Frl. P., Brief dictirt; über liter. und finanz. Aussichten problemat. Art.―
Nm. an „Wiederkehr“.
Hugo kam. Über den grauenhaften Zustand der Welt; der Krieg auf seiner Höhe; Unerträglichkeit und doch Ertragen. Allgemeine und persönl. Aussichten.― Er las mir den Anfang einer neuen Komödie (nach Raimunds Geisterkönig) vor, die vielversprechend einsetzt. Er hatte „Lampenfieber“; und hörte Ermutigung und Ratschläge gerne an. Allgemein-aesthetisches.― Er hätte seine ganze dialectische Höhe, geistige Weite und Freiheit.― Und ist doch derselbe, der Hrn. Rich. v. Kralik schreibt,― er (H.) möchte seine „oesterr. Bibliothek“ ― „nicht clericaler, aber katholischer“ gestalten.―
Las Auernheimer „Geheimniskrämer“ zu Ende. Fein, fleißig, aber doch schmächtig.―