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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Sonntag, 1. Oktober 1916, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1916-10-01.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-076B-5.

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Sonntag, 1. 10. 1916

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Sonntag, 1. Oktober 1916

1/10 Wieder schlecht geschlafen, wache zu früh auf, werde von unangenehmen Gedanken und Ohrensausen gequält. Höre tagtäglich schlechter.―

― Zu Ludaßy, erster Weg, der seine 2 Söhne innerhalb 3 Wochen verloren ― den einen durch eine vernachlässigte leichte Wunde (Gasphlegmone) ― der andre sollte zum Begräbnis kommen, ertrinkt anläßlich der Meldung beim Kommando, im Dnjestr;― beide fürs Vaterland. Er und sie doch eigentlich gefasster als ich gedacht. Frieberger kam; ein fast anregendes Gespräch über Träume, Telepathie, Gedächtnis; bei dem auch gelächelt und gelacht wurde. Ich blieb fast zwei Stunden.

― Zum Thee Julius und Helene mit Annie. (Hans in Nisch, Spital; Karl im Val Sugana, bei den Maschinengewehren.) Anekdotisches;― antisemitisches.

Zum Nachtm. Zweig und Hofrätin Z., Stephi. Z. in seiner „Objectivität“ hat mehr Entschuldigungsgründe für Italien als für Oesterreich!― Später Schmidl mit Hansi.