Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 14. Oktober 1916, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1916-10-14.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0778-6.
14/10 Vm. im Reservespital XVI, Hütteldorferstr., auf der Abtheilung Dr. Rud. Kaufmann, Besichtigung der Localitäten, der Kranken. Hofr. Horst Meyer.― Zu dem oeden Gefühl trägt wohl auch bei das eigne schlechte Gewissen wegen der innern Gleichgiltigkeit gegenüber dem Einzelschicksal, so schrecklich, so unverdient es sein mag.― Prof. Beer sprach ich im Hof (als Einjährig Freiwilligen ― ohne jede Charge,― in seinem fünfzigsten (Er hat vor Jahren wegen eines Sittlichkeitsprozesses Professur und Doctorat verloren.));― über sein Schicksal, das Haus am Genfer See (er muss es verkaufen, wohnt hier in einem schlechten Hotelzimmer nah der Kaserne) über Kinder (er hat einen sechzehnj. Buben), Popper, dessen Größe er preist.―