Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Freitag, 19. Jänner 1917, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1917-01-19.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-07D9-8.
19/1 Dict. „Wahnsinn“.―
Nm. las ich mit O. (die bettlägrig) Briefe von mir und ihr an Mama. Uralte aus Vöslau, aus Berlin; dann die aus gemeinsamen Zeiten. St. Anton, Seis, Welsberg. Die ungeheure Raschheit, mit der das Leben verrinnt ― Unheimlichkeit des Lebens. „Welch ein Glück, dass wir uns gefunden haben“ sagte O.―
Am Fldb. Möchte ihn hinter mir haben. Mir ist als hätte ich wichtigeres zu thun. Wichtigeres?―
Kakadu laut gelesen.―
Bei Schmidls zum Nachtm. Otto Zuckerkandl, Frau und Sohn. O. Z. berichtet von den Lemberger polit. Verhältnissen, dem Hass gegen Deutschland und Oesterreich. Trübe Aussichten. Was soll man wünschen?― Poker nachher.―