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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1879–1931. Digitale Ausgabe. Herausgegeben von Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien, 2021. Samstag, 2. Juni 1917, https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/entry__1917-06-02.html (Stand 14. 7. 2026), PID: http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-085F-2.

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Chronik

Samstag, 2. 6. 1917

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Wiener Schnitzler
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Samstag, 2. Juni 1917

2/6 Vm. bei Gustav, mit ihm Volksgarten, Regisseur Holz.― Besorgungen. Zu Ama (bei Frl. Mayer) O. abholen. Im Garten. Kara. Mit O. heim. Arthur Kfm. Er nennt sich „besessen“, glaubt sich der Lösung seines philos. Problems nah. Ich sage: „Jeder Philosoph müßte in Erkenntnis der Antinomien wahnsinnig werden.“

Nm. gepackt.― Rudi Olden; wir sitzen auf meinem Balkon; er ist ziemlich beruhigt. Wir sprechen vom Krieg, von seiner Zukunft; von Leben, Tod und Unsterblichkeit.― Vicki, sehr zerrüttet;― Mimi, immer etwas verfolgungswahnsinnig, meint, ich habe etwas gegen sie.―

Mit Heini Eroica.―

O. sehr ergriffen von Ama’s Stimmung, die, im Causalitätstrieb dem „Getratsch“ über St. allzuviel Schuld an ihrem Tod gibt; ich beruhige sie.